Musicalstars im Steinbruch

Ein mystisches Intro begleitet den Beginn des Konzerts. Wir stehen auf der Bühne. Aufgeregt. Vor uns ein roter Vorhang. Ten … Nine … und bei Zero fällt der Vorhang. 5000 Gesichter blicken uns an. Was für ein Gefühl. Gemeinsam mit Ana Milva Gomes, Mark Seibert, Maya Hakvoort, Lukas Perman, Marjan Shaki, Missy May, Yngve Gasoy-Romdal, Tertia Botha und Roberta Valentina auf der Bühne zu stehen, nicht nur für mich ging damit ein Traum in Erfüllung.

Aber zurück zum Anfang. Alles hat damit begonnen, dass wir die Entscheidung getroffen haben einen Landeschor zu gründen. Für mich im speziellen war das ein große Anliegen, da ich doch seit ein paar Jahren leider schon zu alt für den Landesjugendchor bin und ich so viele schöne Erfahrungen aus gemeinsamen Projekten gesammelt habe. Diese Möglichkeit wollten wir nun auch für alle Altersklassen erweitern 😉. Das dies zur selben Zeit passierte, als Ingrid (unsere Präsidentin) gemeinsam mit Peter Altmann die Musicalstars in den Steinbruch in St. Margarethen brachte, war die Möglichkeit. Ingrid hat uns sofort ihr Vertrauen ausgesprochen und damit war das erste Projekt des Landeschors fixiert.

Getragen vor allem von Ingrid, Gertraud und Michael wurden die ersten Einladungen an unsere Mitglieder ausgeschickt. Es folgten 260 Anmeldungen!!! Wir waren überwältigt. Man hat gemerkt, dass (nach) Corona das Verlangen nach Chor und dem Singen riesig ist. Corona, die Onlineproben, das auswendig lernen, die anspruchsvollen Rhytmen, etc. haben dann letzten Endes dazu geführt, dass ein harter Kern von immer noch 100 Personen übergeblieben ist.

Auch wenn „nur“ 100 Personen übrig geblieben sind. Zu Zeiten von Corona war das eine große Herausforderung. Innerhalb einer Woche haben wir alles durchgemacht. Von der Aussicht, dass wir keine Probe abhalten dürfen, über die Aufteilung in 3 Gruppen, 2 Gruppen und letztendlich durften wir doch am 26.06. erstmalig alle zusammenkommen. Es war toll! Ich sage nur: „Ingonyama nengw’e nama bala“.

Am 8.8. war es dann soweit. Die Anspannung war groß, die letzten Text-Schummler noch in meiner Tasche und die Sonne war erbarmungslos. Gut 10 mal haben wir den Auf- und Abgang auf der verwinkelten Bühnenkonstruktion von Turandot geprobt und für den Abend nichts dem Zufall überlassen. Es war faszinierend zu sehen, welche Rädchen zusammenspielen müssen, um am Ende so ein tolles Konzert zustande zu bekommen. Und auch im Backstage-Bereich die Musicalstars von ihrer privaten Seite kennenzulernen – es sind tatsächlich auch nur Menschen 😉. Unvergesslich!

Und endlich ist es 20:00 Uhr und das Konzert beginnt. Wie schon erwähnt – das Gefühl und die Anspannung im Moment als der Vorhang fällt und 5000 Blicke auf uns gerichtet sind – die Gänsehaut, wenn man den finalen Refrain von Circle of Life gemeinsam mit allen Musicalstars singt – die Energie, die man von Ana Milva Gomes während „This is me“ bekommt – einfach nur unbeschreiblich. Das muss man selbst erleben.

Abschließend gilt es nochmals Danke zu sagen. Danke an Ingrid und Peter für das Vertrauen. Danke Gertraud für die (zu Coronazeiten alles andere als leichte) Organisation und Koordination. Danke Michael für die Arrangements. Danke an Angelika und Linde für die Einstudierung. Danke an alle Sängerinnen und Sänger des Chores, dass ihr dieses Projekt mit uns zu etwas unvergesslichem gemacht habt!

Was bleibt sind neue Bekanntschaften, Freundschaften, Erinnerungen und vor allem Energie! Tragt diese Energie bitte in alle Chöre hinaus. Ein toller Beginn für den Landeschor. Es war sicher nicht das letzte Projekt!

Von der ersten Probe bis zum letzten Auftritt:

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